01.01.2011

Nach der für einige sehr kurzen Silvesternacht traf sich unsere kleine Gruppe von Abenteuerlustigen am Neujahrsmorgen, um mit einem sehr klapprigen Bus, über eine sehr fragwürdige Strecke, in den nahe gelegenen Rau-Forest zu fahren.
Schon ganz zu Beginn unserer Expedition wurden wir vom Grün fast erschlagen und vom Geschrei der Affen begrüßt.
Der Wald wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zum Nationalpark erklärt, darum ist selbstredend jedes Roden von Holz etc. offiziell illegal. Und tatsächlich hatten all die Menschen, die uns mit Holz beladen entgegenkamen, dieses von den Dörfern auf der anderen Seite des Waldes mitgebracht und transportierten es nur über den durchlaufenden Waldweg.
Pascal Sabbas, ausgebildeter Forstwissenschaftlicher und seit vielen Jahren ein wichtiger Berater in der Schulpartnerschaft, führte uns sicher durch den Wald und erklärte uns vieles zu dieser unglaublichen Artenvielfalt.
Nach einiger Zeit erreichten wir das mittlerweile ausgetrocknete Flussbett des Rau-Rivers,
der auch Namensgeber für den Wald war. Der Rau River war noch vor wenigen Jahren ein nicht saisonabhängiger Strom. Aufgrund der globalen Erwärmung und der durch Korruption vorangetriebenen Anzapfung des Flusses durch europäische Großfarmer versiegt er aber während der Trockenzeit in den niedrigeren Gefilden.
Pascal erklärte uns unter anderem auch die Verwendung und Wirkung verschiedener Pflanzen. So durften wir zum Beispiel den sogenannten „water salad“ probieren und Herr Bickel stellte sich todesmutig für eine Demonstration der Wirkung einer nesselartigen Pflanze zur Verfügung.
Der dramatische Höhepunkt der Expedition war zweifellos das Abhandenkommen eines kleinen Teils der Gruppe unter der sicheren Führung von Herrn Bunde und Herrn Schneider. [Anmerkung Bunde/Schneider: Es gab sooo viel zu entdecken und die Guides hinter uns waren einfach zu langsam!!!]
Aber da selbstverständlich im tiefsten wildesten Dschungel perfekte Handynetzverbindungen vorhanden sind, konnten die Verlorengegangenen sicher zurückgebracht werden.
Das absolute Highlight stellte jedoch der „king of the forest“ dar; ein riesiger 51 m hoher und ca. zweihundert Jahre alter Baum. Nach diesem fantastischen, wenn auch anstrengendem Ereignis, stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung.
Und so konnte der bei der feucht fröhlichen Silvester-Wasserschlacht eingebüßte Schlaf nachgeholt werden.
Frauke und Johanna S.

 


Pascal, der Forester, berichtet aus seinem Erfahrungsschatz



Horn-Chamaeleon im Rau-Forest



Verlaufen?!



Ein weiteres buntes Farbenspiel


"The King of the forest!" - 51 Meter hoch



Am Ende des Rau-Forest: Ausgedehnte Reisfelder

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