Die 10G1 besucht als erste Klasse die Ausstellung „Hessen fairändert“ in der Europaschule

Am 29.8.16 haben wir im Rahmen des Religionsunterrichts mit Frau Eidam-Blume „Hessen fairändert“, eine Ausstellung mit 10 Roll-Ups, angesehen und nach einer Einführung durch Frau Häring in Gruppen dazu gearbeitet. Wir haben viele Informationen über die Produktion von Textilien, Kaffee, Kakao, Südfrüchte und IT-Bestandteilen bekommen, aber auch über die Missstände in den Herkunftsländern wie die Arbeitsbedingungen der betroffenen Arbeiter und Arbeiterinnen dort. Was hat das eigentlich mit uns zu tun?

Das Plakat zum Thema „IT“ hieß „Gestörte Verbindung“. Es hat uns besonders erschreckt, denn uns war nicht bewusst, wie viele Materialien aus verschiedenen Ländern allein in einem Computer  oder auch in unseren Handys stecken und was schlussendlich aus dem Verkauf von abgebauten Metallen wie Tantal, Nickel und Kupfer, in den Herkunftsländern bezahlt wird. Tatsächlich werden damit noch immer Kriege in Afrika finanziert!

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„Bittere Schokolade“? Uns war bei diesem Thema auch nicht bekannt, wie viele Mädchen und Jungen unter der Herstellung einer Tafel Schokolade im Alltag leiden müssen, weil sie unter härtesten Bedingungen arbeiten, damit wir unsere Schokolade genießen können. Schüler einer anderen Gruppe erzählen bei ihrer Präsentation, dass zur Herstellung einer bei Jugendlichen so beliebten Stone-Washed Jeans unglaublich viel wertvolles Wasser verschwendet und mit giftigen Stoffen dabei nicht gespart werde. Die Gefährdung der Gesundheit von Kindern durch Pestizideinsatz in Früchteplantagen mit Bananen war nur ein weiterer aktueller Aspekt der Ausstellung und der Arbeit in Gruppen dazu. Wie machen wir die Welt zu einem faireren Ort zum Leben?

Interessant waren für uns ganz besonders die Informationen am Rande der Roll-Ups über mittlerweile 20 Städte in Hessen, in denen Initiativen zu „Hessen fairändert“ von Firmen, Vereinen und Kirchengemeinden gestartet wurden, die helfen sollen, die Probleme der betroffenen Länder langfristig zu verändern. Die Firmen und Institutionen wollen mit ihrer hessischen Idee  zu einem bewussteren Konsumverhalten in unserem Alltag beizutragen, z.B. durch den Kauf von Fair Trade Produkten, wie der ersten fairen Computermaus oder dem bewussteren Umgang mit Elektroschrott durch eine Handysammelaktion zur nachhaltigen Weiterverwendung. Als weiteres positives Beispiel für Handlungsalternativen wurde eine neue Art der Städtepartnerschaft genannt, wie die südhessische Kommune Viernheim, die inzwischen ganz bewusst mit einer afrikanischen Stadt zusammenarbeitet, um zu helfen. Damit soll einerseits die Bewusstwerdung unserer Beteiligung an den Folgen der Globalisierung bei uns vorangetrieben werden,  andererseits wollen die Bürger der hessischen Stadt mit den Bürgern im weit entfernten Süden auf vielfältigen Ebenen zusammenarbeiten und Lebensmöglichkeiten verbessern.

Mutmachend ist auch Steffi Jones, die selbst Verantwortung übernimmt für dieses Thema und als DFB-Direktorin das Projekt „Hessen fairändert“ und damit den Fair Trade unterstützt. Wichtig sind hier schließlich die Weltläden, von denen es immer mehr in hessischen Städten gibt, nicht nur in Marburg, als Hauptstadt des fairen Handels, sondern auch seit 34 Jahren bei uns hier in Gladenbach!

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