06.01.2011

Unser Watchman in Uniform haette uns auf den eigens fuer uns gekauften, noch eingeschweissten Matratzen ruhig schlafen lassen, haette uns nicht ein ploetzlich brechender Wasserhahn aus dem ersten Schlafversuch gerissen.
Fruehes Aufwachen wie immer- zu Hause duerfte es 4.30 Uhr sein (hier 6.30 Uhr), die Aussicht auf das fruchtbare huegelige Umland faszinierend.
Beatrice, die fuer uns engagierte Koechin, hatte “Arme Ritter” zubereitet, normalerweise gibt es Tee und Ugali. (Maisbrei)

Danach drei Workcamps mit den Partnerschuelern, die natuerlich in ihrer besten Kleidung, der Schuluniform, erschienen sind.:

1.    Unkraut- Jaeten in Kisomachi:
Auch eine excellente Kooperation konnte nicht wirklich fuer die harte Arbeit mit der Hacke auf hartem Staubboden begeistern: irgendwie moechte man was sehen, also nicht rausreissen, sondern pflanzen.

2.    Malen:
Der Schulleiter Daniel Njiu aeusserte die Bitte, den Eingang neu zu gestalten, einen Gruss und  den Namen  der Schule anzubringen. Frisches Loslegen, gerade die PartnerschuelerInnen waren begeistert dabei, auch Baeume und Steine waren vor den Farben nicht sicher. Nicht wundern: die Farbflaschen der letzten beiden Schueler-Begegnungen (2006 und 2008) standen noch ungenutzt in einem Abstellraum: man koennte jetzt das ganze Dorf anmalen. Das Fach Kunst gibt es nicht, man hat einfach andere Probleme.

Impressionen
Kahle Raeume, von Bildern keine Spur, nichts, was auf Unterricht hinweist-dreckiggelbe Waende, passend zum Fussboden, der, vom erdigen Braun ueberlagert, von den Resten der letzten Schulwochen vor den grossen Ferien, und dem Staub aus roter Erde, der ueber Wochen durch zerbrochene Fenster Raum und Mobiliar in Besitz genommen hat.
Mit Tesakrepp einen Streifen in Koerperhoehe, die Fenster einschliessend, ueber drei Waende hinweg aufkleben.
Frei Hand mit Farbflecken entsteht ein buntes Band, welches sich in diesem ungewohnten Umfeld erst einfuehlen muss…
Kehrt den Dreck aus meinem Raum, verbergt diesen, holt die Baenke aus ihrem Chaos.
Ein Klassenraum zum Vorzeigen entsteht.

3.    Schoesslinge -Pflanzen in der NachbarschuleKILIMANI
Unter fachkundiger Anleitung und Erklaerung durch Pascal, de rim Schoolboard der Schule ist, warden ein Avocado-Baum, ein Orangen- und Zitronen-Baum und verschiedene exotische Baeume gesetzt. Eine Zeitlang dauerte es, bis klar war, dass auch wir Mzungus (Weissen) arbeiten koennen, daher am Anfang eine laengere Pause----
Am Nachmittag Gang durch den “botanical garden” Pascals, de runs neben der “sleeping princess”(einer Schoenheit von Blume), Kaffeestraucher, oekologische Bewaesserung und seinen Ziegenbock (irische Abstammung) vorfuehrte. Wir waren nicht die einzigen internationalen Besucher: auch ein Kisuahili sprechender japanischer Forscher stellte kluge Fragen.
Auf dem Rueckweg- just a short cut - wurde uns versichert - taten wir Mrs Umbella, einer aelteren Lehrerin, zum Namenstag (Sie heist Epiphania) den Gefallen, an ihrem Haus vorbeizugehen und Fotos zu schiessen. Attraktion fuer alle Nachbarn!
Der Weg entpuppte sich als schweisstreibender downhiil und uphill- Umweg.
Zur Entspannung fuer viele ein lockers Fussballspiel mit unseren Partnerschuelern, beobachtet von einem begeisterten Dorfpublikum, neben uns Valence, ein fliessend Englisch sprechender 7Jaehriger aus Kisomachi, die meisten Grundschueler koennen nur Kisuahili und einige englische Begruessungsformeln.
Im Hintergrund Chorgesang in der neuen Kathedrale, vital dirigiert von Hilda, Chorleiterin und Leiterin der Schulbibliothek, Hilda kann vierstimmig singen (Gesamtgruppe)'










Zum Glück kann man übers Internet nicht riechen!